Dry Needling

Dry Needling und das myofasziale Schmerzsyndrom

Muskuläre Probleme sind sehr häufig die Ursache von Schmerzen im Bewegungsapparat. Neben osteopathischen Techniken, der Stresspunktmassage und der myofaszialen Triggerpunktbehandlung ist das "dry needling" eine optimale Eränzung zur Behandlung von schmerzhaft verspannter Muskulatur.

Unter Dry Needling versteht man die Behandlung von muskulären Triggerpunkten (schmerzhaft verspannte und verklebte Punkte) mit Hilfe von flexiblen Akupunkturnadeln.

Durch das Dry needling löst sich der verspannte Muskelbereich. Dieses Entspannen ist während des Nadelns durch eine lokale Zuckungsantwort ("lokal twitch") des Muskels sichtbar.

Die behandelte Muskulatur entspannt, das Pferd wird rittiger und leistungsfähiger.

Aus unterschiedlichen Studien geht hervor, das es nicht nötig ist, Stoffe in einen Triggerpunkt hineinzuspritzen, damit dieser sich entspannt, sondern das ein punktgenaues "trockenes Nadeln" den gleichen Effekt erzielt.

Das dry needling darf mit der klassischen Akupunktur nicht verwechselt werden. Die Gemeinsamkeit besteht lediglich in der Verwendung der Akupunturnadeln.

(Quelle: Seminarskript - Das myofasziale Schmerzsyndrom beim Pferd - Denise Gerling, Claus Teslau)

Ein Triggerpunkt (s. Abb. oben) ist ein hochempfindlicher Knoten innerhalb eines Skelettmuskels und kann bei Druck schmerzhaft in andere Körperregionen (Referred Pain) ausstrahlen. Triggerpunkte bewirken eine Verkürzung des betroffenen Muskels.

 

Triggerpunkte entstehen durch Traumata (z.B. Stürze), Überbelastung (z.B. die spontane Springstunde), viele sich wiederholende Bewegungen (z.B. das dauernde Ausgleichen des schiefen Sitzes des Reiters oder das tägliche Fressen aus zu hoch hängender Raufe) und/oder Stress. Häufig ist auch eine falsche Hufstellung oder ein unpassender Sattel der Grund für die Entstehung von Triggerpunkten und wiederkehrenden Problemen.